Drei neue Baukörper formieren gemeinsam mit dem Altbau von 1908 das Ensemble des Neuen Westfälischen Landesmuseums. Sie treten äußerlich als Solitäre in Erscheinung und repräsentieren inhaltlich verschiedene Aufgabenbereiche der Museumsarbeit. Auf einer Hauptebene unter dem Platzniveau sind alle Baukörper miteinander verknüpft. Der Museumszugang ist von Süden über eine flache Rampe, vom nördlichen Vorplatz über eine Treppe erreichbar. Nach dem Passieren des niedrigen Eingangsbereiches kann der Besucher den Ausstellungsbau in seiner gesamten vertikalen Dimension erleben. Von hier sind die wesentlichen Aufzüge und Treppen übersichtlich erreichbar. Die wertvollen Exponate sind gleichsam in einem schützenden Kunstschrein untergebracht. Erschließungswege führen zwischen äußerer Hülle und Schrein um diesen herum. Das Konzept erlaubt die veränderbare Aufteilung der zusammenhängenden Ausstellungsflächen. Die Besucherführung ist nach dem Prinzip einer umlaufenden “Doppelhelix“ organisiert. Es erlaubt dem Interessierten, alle Ausstellungsbereiche in chronologischer Abfolge zu erleben. Der Besucherweg führt am Ende in das Foyer zurück und leitet in den Altbau zur Kunst des 19.- und 20. Jahrhunderts über. Die kabinettartigen Ausstellungssäle können über Schächte im Verbund mit Kunstlicht gezielt indirekt belichtet werden. Durchblicke, „Beipässe“ und gezielte Sichtverbindungen zum Außenraum sollen der Ermüdung der Besucher entgegenwirken.Verbindendes Material der Fassadengestaltung ist der örtlich dominierende Sandstein dessen unterschiedliche Anwendung den Baukörpern eigenständigen Charakter verleiht.
Ort
Münster
Fertigstellung
2005
Auftraggeber
Stadt Münster

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