Wie auch andere Bundesländer nutzte Thüringen die Möglichkeit, mit dem Bau seiner Landesvertretung im Zentrum Berlins ein Schaufenster des Freistaates zu schaffen. Das Haus dient als Rahmen für vielfältige kulturelle Aktivitäten, Ausstellungen, Konferenzen und ist gleichzeitig Arbeitsort für die Mitarbeiter der Thüringer Vertretung. Die hohe urbane Qualität des neu gefassten Platzraumes an der sich aufweitenden Mohrenstraße wird gestärkt durch die Platzfassade des Hauses mit der Kolonnade und dem bereits vom Straßenraum aus erlebbaren Grünhof als Synonym Thüringens. Seiner funktionellen Struktur entsprechend setzt sich der Baukörper aus zwei Komponenten zusammen: Dem steinernen Stadthaus mit Kolonnade und Lochfassade, sowie einem eingeschobenen transparenten Bauteil, der bereits vom Straßenraum Einblick in den Grünhof gewährt. Während im steinernen Bauteil vorrangig Arbeitsbereiche und im oberen Teil einige Apartments untergebracht sind, beherbergt der transparente Baukörper öffentliche Sonderfunktionen wie Wandelhalle, Ausstellung, Konferenzräume und Bibliothek. Im Staffelgeschoss auf 21m Höhe gewährt ein gläserner Veranstaltungssaal mit großzügiger Terrasse und Blick über die Dächer der Großstadt Raum für besondere Veranstaltungen.
Ort
Berlin
Planungsbeginn
1996
Fertigstellung
1999
Auftraggeber
Freistaat Thüringen
Baukosten
19.000.000 EUR

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