Der Entwurf greift die städtebauliche Charakteristik des Campus auf und bildet mit der Einfügung des Neubaus neue Raumabschlüsse. Die Baukörpersituierung und -ausformung folgt der Grundanlage des Gebietes mit dem Ziel, das historisch gewachsene Erscheinungsbild zu bewahren und mit dem Neubau einer bedeutungsvollen Einrichtung qualitätvoll anzureichern. Der Neubau für das Sozialgericht des Landes Brandenburg ordnet sich diszipliniert in das im Wesentlichen orthogonale Gebäude- und Erschließungsgefüge ein. Die planerischen Vorgaben führen zum Vorschlag einer südwestlich ausgerichteten, linear geprägten Fortsetzung des Bestandsgebäudes. Die bauliche Anbindung erfolgt am südlichen Eckrisalit über eine sich in Form und Dimension gegenüber dem Bestand deutlich unterordnende Fuge. Die Positionierung des Neubaukörpers gewährleistet den größtmöglichen Erhalt des wertvollen Baumbestandes. Gleichzeitig entstehen im Wechselspiel mit der Kulisse aus Großbäumen gestaffelte Außenräume und Blickbeziehungen. Der Besuchereingang des Sozialgerichts ist auf die südwestliche der beiden verkehrlichen Haupterschließungsachsen des Gebiets und damit auf die Heinrich-Mann-Alle ausgerichtet. Damit können Besucher und Mitarbeiter des Gerichts sowohl aus Richtung der nordwestlichen Heinrich-Mann-Allee als auch von südöstlicher Richtung der Heinrich-Mann-Allee und des Horstweges kommend, den Haupteingang auf einem angenehmen Weg direkt erreichen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Regine-Hildebrandt-Haus entsteht ein angemessener Vorplatz, der den repräsentativen Anforderungen des Sozialgerichts und den verkehrstechnischen Notwendigkeiten gerecht wird.
Ort
Potsdam
Planungsbeginn
2015
Bauherr
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen | Außenstelle Bernau
Projekte