Das als Land- und Amtsgerichtsgebäude errichtete denkmalgeschützte Gebäude steht als markantes repräsentatives Bauwerk in exponierter Lage am Domplatz im Zentrum der Stadt Erfurt. Es wurde in mehreren Bauabschnitten zwischen 1875 und 1927 errichtet und verkörpert mit seinen neogotischen Fassadenelementen und seiner strengen baulichen Gliederung eine der typischen Architekturen für Verwaltungsbauten der Gründerzeit bis zur Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert. Im Jahr 1996 begannen die Planungen für eine umfassende Sanierung des Gebäudekomplexes. Dabei bestand die Aufgabe darin, neben der Durchführung erforderlicher Maßnahmen wie eine statisch-konstruktive Sanierung des Tragsystems, der denkmalgeschützte Bausubstanz mit der dringend notwendigen brandschutz- und sicherheitstechnischen Ertüchtigung und der Einhaltung zeitgemäßer bauphysikalischer und haustechnischer Standards zu ergänzen. Schwerpunkt stellte dabei die Sanierung und Wiederherstellung des historischen Schwurgerichtssaals, die Sanierung der Natursteinfassaden sowie die Herrichtung weitere Gerichts und Verwaltungsräume dar. Diese Maßnahme wurde 2005 fertig gestellt. Auf Grund der begrenzt zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel erfolgen die weiteren Bauabschnitte stufenweise.
Ort
Erfurt
Planungsbeginn
1996
Fertigstellung
2022
Auftraggeber
Freistaat Thüringen
Baukosten
18.000.000 EUR
Projekte