Die medizinische Fakultät der Friedrich Schiller- Universität war auf eine Vielzahl von Standorten im gesamten Stadtgebiet von Jena verteilt. Der Neubau sollte alle Fachdisziplinen am Standort Jena Lobeda um die dort existierende Klinik für Innere Medizin konzentrieren. Das neue Universitätsklinikum liegt an der Nahtstelle zwischen Stadtraum und reizvollem Landschaftsraum. Den Höhenlinien folgend, schmiegt sich die gläserne Klinikstraße in den Talbogen und markiert den Übergang zwischen Stadt und Landschaft. Innerhalb des Bogens liegen, der Stadt zugehörig, kammartig Funktionsbauten, außerhalb, von Landschaft umflossen, die Bettenhäuser. Die vorhandene Topografie nutzend, wurden die Bauvolumen mit geringen Bodenbewegungen in das Gelände integriert. Der Hangfuß geht nahtlos in die Dachbegrünung der Bettenhausunterbauung über, wodurch der Eindruck von Niedriggeschossigkeit entsteht. Die lichtdurchflutete Klinikstraße ist mit Cafés, Läden und weiteren öffentlichen Einrichtungen Treffpunkt für Patienten, Besucher, Studenten und Personal. Gewollte Durchmischung der Nutzergruppen soll reales städtisches Leben provozieren. Oberhalb der öffentlichen Magistrale stellen Brücken die Verbindung zwischen Funktionsbauten und Pflege her. Unterhalb bildet ein Tunnel das Rückgrat der Ver- und Entsorgung sowie der technischen Infrastruktur. Beide Wettbewerbsstufen wurden gemeinsam mit dem Büro medplan arkitekter aus Oslo bearbeitet. Anschließend wurde die Arbeitsgemeinschaft mit den Planungsphasen 2 u. 3 HOAI beauftragt. Die weitere Realisierung oblag der Generalübernehmerin Jenoptik Medprojekt.
Ort
Jena
Planungsbeginn
2002
Fertigstellung
2006
Bauherr
Freistaat Thüringen
Baukosten
165.000.000 EUR

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