Innerhalb der Umfassungsmauern erhebt sich das Gelände zu einem quadratischen Sockel als Basis für die zweigeschossigen Baukörper. Die jeweils für die Hauptfunktionen organisierten fünf Gebäude gruppieren sich um einen identitätsstiftenden zentralen Campushof, die Allmende. Sie besetzen die Ränder des Sockels, schirmen damit das Außenumfeld ab und lassen mit ihrer kompositorischen Anordnung differenzierte Zwischenräume unterschiedlichen Charakters entstehen. Das klösterliche Motiv des Quadrates symbolisiert den Geist der Schule als Ort der erforderlichen Konzentration und möglichen Kontemplation. Aber auch traditionelle arabische Bauformen klingen an, wie begehbare Dächer, durchbrochene Wände und das ursprünglich nahöstliche Motiv des umbauten Gartens. Offenheit und Toleranz spiegeln sich in der Klarheit der Anlage, der effizienten, wie kommunikationsfördernden Organisation der Grundrisse, der Ablesbarkeit der Funktionen sowie der zeitgenössischen Gliederung der Baukörper- und Fassadengestaltung. Um die tektonische Basis, aus dem tiefer liegenden Zwischenraum zur Umfassungsmauer emporwachsend, legt sich ein schützender Hain um das Ensemble. Die von Bäumen verschatteten Zwischenräume geben von erhöhtem Standort Passepartout artige Blicke in den umgebenden Baumhain frei. Ein auf der Allmende platzierter Solitär (Sykomore) symbolisiert als „Hausbaum“ Kontinuität und Beständigkeit.
Ort
Alexandria | Ägypten
Planungsbeginn
2016
Fertigstellung
2020
Bauherr
Bundesrepublik Deutschland
Baukosten
13.600.000 EUR

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